Zwei Podestplätze im Rebenland:
Das Team von Stengg Motorsport holte beim Rallye-Staatsmeisterschaftslauf in Leutschach an der Weinstraße durch Roland Stengg und Thomas Traußnig zwei dritte Plätze und sieht sich auf einem guten Weg.
Fotos: Daniel Fessl
Mit zwei Autos war das steirische Team Stengg Motorsport an diesem Wochenende beim zweiten Staatsmeisterschaftslauf, der Rebenland Rallye 2026, vertreten. In der ORM 2 kämpfte Roland Stengg mit Copilotin Rebeka Kobal im allrad-getriebenen Renault Clio Rallye3 um Punkte. In der ORM 3 saßen der Kärntner Thomas Traußnig und Copilotin Leonie Schleicher im Cockpit eines zweirad-getriebenen Peugeot 208 Rally4.
Podestplätze gab es nach hartem Kampf letztendlich verdient für beide. Roland Stengg fuhr in seiner ORM-2-Kategorie ebenso auf Platz drei wie der erst 23 Jahre junge Thomas Traußnig im Junioren-Championat.
Dabei kosteten Roland Stengg vor allem die letzten drei Prüfungen am ersten Tag des anspruchsvollen Laufs rund um Leutschach viel Zeit und somit eine mögliche bessere Platzierung. Überraschend kam dies für den 31-jährigen Ex-2WD-Staatsmeister jedoch nicht: „Das war erst meine dritte Rallye mit einem Allrad-Fahrzeug. Gerade auf so splittigen und rutschigen Streckenabschnitten, wie sie am Freitagabend vorherrschten, bin ich leider noch zu sehr mit dem Zwei-WD-Hirn unterwegs und kann noch nicht alles aus meinem vierrad-getriebenen Auto herausholen. Da gibt es für mich noch viel zu lernen.“ Ein tolles Zeugnis stellt Stengg hingegen seiner neuen Beifahrerin Rebeka Kobal aus. Die Slowenin, die am Freitag just zum Rallyestart ihren 30. Geburtstag feierte, wird fortan ständig im Cockpit des Renault Clio Rally3 den Ton angeben. Roland Stengg: „Die Zusammenarbeit mit Rebeka klappt wunderbar. Sie kann zwar ein wenig Deutsch, aber wir kommunizieren komplett in englischer Sprache. Rebeka agiert sehr kompetent. Wir haben schon einmal in Slowenien eine Rallye miteinander bestritten. Von da her habe ich gewusst, dass ich eine tolle Copilotin bekomme.“
Teamchef Willi Stengg war zufrieden mit seinen Jungs: „Roland ist hier eine gute Rallye gefahren. Er weiß, dass es noch viel Luft nach oben gibt. Aber bitte, er ist zum dritten Mal in so einem Auto gesessen. Dass da nicht alles klappen kann, ist ganz klar. Trotzdem hat er besonders am zweiten Renntag starke Momente gehabt und ist auf einem sehr guten Weg.“
Auch Thomas Traußnig hat für den ehemaligen österreichischen Rallye-Staatsmeister die Erwartungen erfüllt. Willi Stengg: „Thomas hat es schwer gehabt. Er hatte zuletzt zwei Ausfälle und dabei einen Unfall zu verdauen. Das ist für so einen jungen Burschen vom Kopf her nicht einfach. Aber er hat gekämpft und mit einem für ihn neuen Fahrzeug in der Junioren-Wertung als Dritter einen Podestplatz geholt. Das war unser Ziel, und das hat er geschafft.“
Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak

