Lavanttal Rallye 2026: Stengg-Motorsport-Stimmung im absoluten Hoch!
Bei der Lavanttal-Rallye in Wolfsberg holte Roland Stengg einen fünften Gesamtplatz und den Sieg im internationalen Mitropa Rallye Cup / Thomas Traußnig wurde Dritter in der Junioren-Staatsmeisterschaft.
Fotos: Daniel Fessl
Die Zuversicht, mit der die Crew von Stengg Motorsport von der Steiermark ins benachbarte Kärnten angereist ist, hat sich bei der Rückreise von dort in Freude über deren Bestätigung gewandelt. Nach der 48. Ausgabe der traditionellen Lavanttal Rallye in Wolfsberg gab es an diesem Wochenende tatsächlich viel Grund für Teamchef Willi Stengg, den Akteuren in seinen Autos Rosen zu streuen: „Das war ein absolut großartiger Auftritt von uns. Da kann man als Teamchef nur zufrieden sein“, war der Rallye-Haudegen glücklich und meinte damit: einen großartigen Fight von Sohnemann Roland Stengg, der im vierrad-getriebenen Renault Clio Rally3 einen sensationellen fünften Platz in der Gesamtwertung, einen dritten Platz in der ORM 2 und einen Sieg im internationalen Mitropa Rallye Cup ins Ziel brachte. Zudem einen dritten Platz in der Junioren-Staatsmeisterschaft des Kärntners Thomas Traußnig im Peugeot 208 Rally4 sowie einen überzeugenden zweiten Tag nach einem durchwachsenen ersten von Dominik Schilcher, der ebenfalls einen Peugeot 208 Rally4 zum Einsatz brachte. „Leid tut es mir nur um Michael Penz“, sagt Willi Stengg weiter, „der nach einer ambitionierten Leistung seinen Opel Corsa Rally4 nach elf Sonderprüfungen mit einem Antriebswellendefekt abstellen musste“.
Das Highlight der Rallye war wohl die furiose Sekundenjagd in der Klasse ORM 2, in welcher sich der Kärntner Maximilian Lichtenegger, der Steirer Günther Knobloch, der Niederösterreicher Christoph Zellhofer und eben Roland Stengg von Prüfung zu Prüfung zu Höchstleistungen trieben. Am Ende konnten Roland Stengg und seine slowenische Copilotin Rebeka Bokal auf eine stolze Bilanz zurückblicken. In 14 Sonderprüfungen konnten die beiden sechs zweite und einen ersten Platz holen. „Es war so eine coole Rallye“, schwärmte Roland Stengg, „wir waren quasi immer auf ein paar Sekunden zusammen. So stelle ich mir Motorsport vor. Adrenalin von Anfang bis zum Schluss!“ Dass es im Lavanttal rascheln würde, hatte der 31-jährige Renault-Pilot schon geahnt. „Die Rallye in Wolfsberg ist mir immer schon sehr gut gelegen. Hier fühle ich mich einfach wohl. Ich freue mich aber auch schon auf die nächste Rallye im Juni im Murtal. Die kenne ich zwar nicht so gut, aber es ist auch ein Asphalt-Event. Am liebsten würde ich gleich morgen dort fahren.“
Die Stengg-Stimmung ist also im absoluten Hoch, sowohl in der Person als auch im Team, und wird sogar noch aufgepeppt durch Rolands Lavanttal-Sieg im Mitropa Rallye Cup. „Das ist mein erster Sieg in einem internationalen Bewerb. Und immerhin habe ich da mit den beiden Deutschen Manuel Kößler und Hermann Gassner zwei erfahrene Piloten in leistungsstärkeren Hyundai-Rally2-Autos hinter mir lassen können.“
Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak


