Skip to main content

Ein Stockerlplatz mit Aha-Moment:

Für Stengg Motorsport holte Junior-Chef Roland Stengg im Renault Clio Rally3 bei der ET KÖNIG Judenburg-Rallye den dritten Platz in der ORM 2 / Bei den Junioren fuhr Thomas Traußnig im Peugeot 208 Rally4 knapp am Podest vorbei.

Fotos: Daniel Fessl

Mit zwei Autos war das steirische Stengg Motorsport Team bei der dieswöchigen
ET König Rallye powered byPeter Hopf Erdbau vertreten. Beide Autos kamen ins Ziel, eines Autos landete auf dem Podest, eines knapp daneben – das Selbstvertrauen, mit dem die Crew nach Judenburg gereist war, hatte seine Berechtigung.

In der ORM 2 pilotierte Roland Stengg mit seiner slowenischen Copilotin Rebeka Kobal am Beifahrersitz seines Renault Clio Rally3. Die Bord-Crew hatte im Murtal zwei Phasen zu bestehen. Zum einen am ersten Tag die trockene, zum anderen am zweiten Tag die nasse. Geblieben ist dabei das, was man schon vorher wusste. Am trockenen Freitag war Roland Stengg, der erst seit heuer in einem Allrad-Rennauto sitzt, ungefragt in der Lage, mit der momentanen heimischen ORM-2-Spitze mitzuhalten. Die Rückstände, wenn überhaupt, lagen auf den ersten fünf Prüfungen im Zehntelsekunden-Bereich. Am Ende des ersten Tages fehlten Stengg als Klassen-Dritter lediglich vier Sekunden auf Spitzenreiter Christoph Zellhofer im bärenstarken Prototyp-Boliden Suzuki Swift ZMX.

Der heutige Samstag war der Tag, als der Regen und somit die Glätte kam – zumindest am Vormittag. „Und unter solchen Bedingungen“, so Teamchef Willi Stengg, „fehlen dem Roland leider die Test-Kilometer. Da war uns klar, dass sich die Spreu vom Weizen trennen wird.“ Was es auch tat, aber zumindest nicht so streng, dass der dritte Platz in Gefahr geraten könnte. Da hätte eher noch ein Aha-Moment auf dem mittlerweile aufgetrockneten Stadt-Rundkurs durch Judenburg am Nachmittag gefährlich werden können. Roland Stengg: „Ich bin eine Schikane viel zu schnell angefahren, und als ich das bemerkt habe, hab‘ ich das Auto noch mit der Handbremse so herumreißen können, dass es nur seitlich eingeschlagen hat.“ Eine zerborstene Seitenscheibe blieb als Andenken. Ein gewonnener Pokal für Platz drei bei der Judenburg-Rallye 2026 hinter Christoph Zellhofer und Günther Knobloch aber auch.

Knapp am Podest vorbei schrammte der Kärntner Thomas Traußnig. In der Junioren-Staatsmeisterschaft lenkte er mit Copilotin Bianca-Marina Stampfl den Peugeot 208 Rally4 auf den vierten Platz. Lobende Worte gab es vom Teamchef aber allemal. Willi Stengg: „Thomas hat von den Zeiten her wieder eine Steigerung erzielt. Das geht nicht von heute auf morgen, und da darf man auch nicht ungeduldig werden. Wichtig ist, dass man einen Fortschritt erkennt. Und von da her bin ich absolut zufrieden mit dem Jungen.“

Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak

Galerie: